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Erwins Weg zur Diagnose und Behandlung

Wie aus einer Schwellung eine ernste Diagnose wurde und was wir für Erwin tun konnten.


Eine ungewöhnliche Schwellung am Unterkiefer
 

Im Februar 2025 wurde Erwin mit einer plötzlich aufgetretenen Schwellung im Unterkieferbereich in unserer Praxis vorstellig. Die erste klinische Untersuchung sowie eine Ultraschallaufnahme zeigten, dass es sich um eine mit Eiter gefüllte Veränderung handelte, ein Hinweis auf eine bakterielle Entzündung. Zur Entlastung wurde die Schwellung punktiert, und Erwin erhielt eine medikamentöse Therapie.

Erste Besserung, aber nicht dauerhaft

Die Behandlung mit Antibiotika, Schmerzmitteln und Entzündungshemmern zeigte zunächst Wirkung: Die Schwellung ging deutlich zurück. Allerdings besserte sich der Zustand nur vorübergehend. Nach kurzer Zeit verschlechterte sich Erwins Allgemeinbefinden wieder, und die Schwellung nahm erneut zu.

Weitere Diagnostik bringt neue Hinweise

Aufgrund des Rückfalls entschieden wir uns für eine weiterführende Diagnostik. In der Blutuntersuchung fiel ein erhöhter Calciumwert auf, ein möglicher Hinweis auf eine systemische Grunderkrankung. Um genauere Informationen zu erhalten, wurde ein CT des Kopfbereichs durchgeführt.

Die Aufnahmen zeigten stark vergrößerte, flüssigkeitsgefüllte Lymphknoten im Unterkieferbereich. Diese wurden in einem chirurgischen Eingriff entfernt und zur weiteren Abklärung ins Labor geschickt.

Die Diagnose: T-Zell-Lymphom

Während wir auf die Ergebnisse der pathologischen und mikrobiologischen Untersuchungen warteten, ging es Erwin zunehmend schlechter. Weitere Lymphknoten begannen zu schwellen, und sein Allgemeinzustand verschlechterte sich.

Dann kam die endgültige Diagnose: ein bösartiger Tumor, genauer gesagt ein T-Zell-Lymphom, eine aggressive Form von Lymphdrüsenkrebs beim Hund.

Individuelle Therapie mit Erfolg

Nach der Diagnose wurde Erwin in die Betreuung einer spezialisierten Onkologin übergeben. Gemeinsam wurde eine individuell abgestimmte Chemotherapie eingeleitet, die speziell auf sein Krankheitsbild zugeschnitten war.

Bereits nach rund drei Wochen zeigte sich eine spürbare Besserung. Erwin fraß wieder mit Appetit, war aktiver und wirkte insgesamt deutlich stabiler.

Ein starkes Team für mehr Lebensqualität

Dank moderner Bildgebung, gezielter Diagnostik, schneller chirurgischer Intervention und der eng abgestimmten onkologischen Therapie konnte Erwin geholfen werden. Besonders wichtig war dabei die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, von der Erstdiagnostik über die Laborauswertung bis zur spezialisierten Behandlung.

Lieber Erwin, wir freuen uns sehr, dass du auf dem Weg der Besserung bist. Ein riesengroßes Dankeschön an deine Familie für ihr Vertrauen